8-4-2014

                           
Jetzt ist der Roman, Freude, auch im Halbfinale für den Deutschen Buchpreis.

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Vor dem Fest hat den Preis der Leipziger Buchmesse gewonnen:

"Ein Dorf in der Uckermark, voller Gegenwart, voller Legenden.
In Vor dem Fest erzählt dieses Dorf sich selbst – ein Roman als furioser Chorgesang in Prosa."

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Ich lese vor
. Sehen wir uns?

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Heidelberg, 20.3.2014

Von oben, vom Heidelberger Schloss, wirken unten, am Neckar, die hinter- und nebeneinander geparkten Touristenbusse wie DNA in den Zellen der Altstadt. Unser neugieriges Erbgut ist das, angezogen vom Erbe der Vergangenheit: Architektur, Geschichte, Ruinen, den unsäglichen Studentenküssen.

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Memmingen, 9.4.2014

Eine Stunde vorlesen, schnell  in die Kneipe, und Mkhitaryan trifft den Pfosten, statt zum 3:0. Sofort Apfelschorle.

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Hamburg, 1.4.2014


Das Fest ist #4 auf der Spiegel-Beststellerliste. Schätzing, zieh dich warm an.

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Berlin, 12.3.2014

Wie spreche ich über die Wirkung von einem so vielschichtigen Text, über dessen Wirkung
ich mir beim Schreiben kaum Gedanken gemacht habe?

Warum klingen alle Erklärungen und Deutungen der Fiktion selbst wie Fiktionen?

Die Uckermark ist nur zufällig dort, wo auch die DDR war.

Ich habe nicht selbst gegraben.

Wenn ich "Wir" sage und den Fürstenfelde-Chor meine, meine ich jetzt auch mich.
Ich habe mich hineingeschrieben in die Gegenwartsmythologie einer fiktionalen Welt.

Ich bin der Journalist, der Frau Kranz die dämlichen Fragen stellt.
Ich bin die Archivarin, die von der Vergangenheit mehr Schönheit erwartet
und daher eine eigene Vergangenheit für ihr Dorf erschafft.
Ich bin der Karpfen mit dem Futterneid.
Ich bin der auf einem Auge blinde Fuchs.

Wie schweige ich über die Wirkung von einem so vielschichtigen Text,
über dessen intime Wirkung auf mich selbst ich mir niemals Gedanken gemacht hatte?

Und jetzt mache ich sie mir, und ich denke: Das ist doch gar nicht die Uckermark.
Das ist doch gar nicht die DDR.
Das ist doch gar nicht Literaturarchäologie.
Das ist ein Stein, der leuchtet in der Nacht, an dem sich Liebende treffen, Mythische, Unsere,
und den Stein gibt es nur in der Sprache eines Dorfs, das man auf einer literarischen Landkarte findet.